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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Der Begriff chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) fasst die nicht immer klar voneinander abgrenzbaren Krankheitsbilder der Colitis ulcerosa und des Morbus Crohn zusammen. Häufig tritt die Entzündung in Schüben auf, es gibt allerdings auch kontinuierliche Verläufe.

Leitsymptom der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen sind chronische Durchfälle, begleitet von Bauchkrämpfen. Patienten berichten teilweise von mehr als 20 Stuhlentleerungen pro Tag. Bei der Colitis ulcerosa werden Blut- und Schleimbeimengungen häufig beobachtet, Patienten mit Morbus Crohn berichten davon seltener. Typisch ist das Anhalten dieser Symptome über mehrere Wochen, was zu einer gravierenden Einschränkung von Lebensqualität führt.

Die Pathogenese der CED gilt als multifaktoriell, die genauen Ursachen sind nicht bekannt. Das Eindringen gewöhnlicher Darmbakterien in die Darmschleimhaut führt wahrscheinlich zu einer überschießenden Immunreaktion. Außerdem können Umweltfaktoren sowie eine bestehende genetische Veranlagung die Entstehung einer CED- Erkrankung begünstigen. Zu einer sogenannten immunvermittelten entzündlichen Erkrankung (IMID) kommt es, wenn die Entzündung nicht mehr herunter reguliert wird.

Die chronifizierte Entzündung greift das gesunde Darmgewebe an. Abszesse, Fisteln und Stenosen können zusätzliche Komplikationen darstellen.

Colitis ulcerosa und Morbus Crohn unterscheiden sich. Die chronische Entzündung ist bei einer Colitis ulcerosa auf den Bereich des Dickdarms beschränkt und ist charakterisiert durch die Ausbildung von Ulzerationen auf den oberflächlichen Schleimhautschichten (Mukosa und Submukosa). Bei Morbus Crohn hingegen können alle Schichten der Darmwand entzündet sein. Er kann in allen Abschnitten des Verdauungstraktes vorkommen, vom Mund bis zum After. Am häufigsten findet man ihn im terminalen Ileum. Typische Symptome und Komplikationen treten bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa in unterschiedlicher Häufigkeit auf.

Morbus Crohn

Colitis ulcerosa