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Chronisch-entzündliche Hauterkrankungen

Im Fokus der chronisch-entzündlichen Hauterkrankungen Acne inversa (AI), auch Hidradenitis suppurativa (HS) genannt, und Plaque-Psoriasis stehen die jeweils charakteristischen pathologischen Hautveränderungen. Eine isolierte Betrachtung dieser Symptome ist allerdings nicht angeraten: Beide Erkrankungen zeichnen sich durch ihren systemischen Charakter und ihre häufige Assoziation mit Begleiterkrankungen aus.1,2

Die Plaque-Psoriasis ist eine multifaktorielle, systemische Entzündungserkrankung. Betroffene leiden unter den für die Erkrankung typischen Hauteffloreszenzen. Durch verstärkte Vermehrung von bestimmten Hautzellen, den Keratinocyten, erneuert sich die Oberhaut (Epidermis) innerhalb weniger Tage. Normalerweise nimmt dieser Prozess etwa vier Wochen in Anspruch. Da nicht nur die Proliferation gestört ist, sondern auch die Differenzierung der Keratinocyten, wird der geordnete Aufbau der Epidermis gestört. Besonders häufig treten diese Hautveränderungen auf der Streckseite der Extremitäten (vor allem Knie und Ellenbogen), der Kopfhaut, um den Bauchnabel herum und am Gesäß auf.3

Acne inversa (AI) ist eine chronisch-entzündliche, systemische Hauterkrankung, die üblicherweise nach der Pubertät auftritt und vernarbend verlaufen kann. Sie manifestiert sich mit schmerzhaften, tiefsitzenden, entzündeten Hautläsionen in Hautregionen, die reich an sogenannten Duftdrüsen (apokrine Drüsen) sind. Am häufigsten sind diese Läsionen im Bereich der Achseln, in der Leistengegend, am Gesäß und im Genitalbereich zu beobachten.4 Oft bilden sich auch an Hautarealen, die stetiger Reibung ausgesetzt sind, wie etwa unter den Brüsten und an der Innenseite der Oberschenkel, tiefsitzende Knoten, Abszesse, Fisteln und Vernarbungen.4

Plaque-Psoriasis

Acne inversa

Literatur

  1. Mrowietz U et al. Arch Dermatol Res 2006; 298(7):309–19.
  2. Schneider-Burrus S et al. Dermatology (Basel) 2016; 232(5):606–12.
  3. Mrowietz U, Reich K. Dtsch Arztebl Int 2009; 106(1-2):11-8, quiz 19.
  4. Fimmel S, Zouboulis CC. Dermatoendocrinol 2010; 2(1):9–16.