Komplikationen

Unkontrollierte Krankheitsverläufe können Ursache schwerer Komplikationen sein, die ein notfallmäßiges chirurgisches Eingreifen erfordern.

  • Das toxische Megakolon kann als Folge einer fulminanten Colitis ulcerosa entstehen. Das Darmlumen erweitert sich stark und es besteht die Gefahr einer Perforation. 
    Dies ist ein Notfall, der sogar eine Kolektomie erfordern kann.
  • Auch ein Darmverschluss, der schwere Verläufe komplizieren kann,
    muss chirurgisch behandelt werden.
  • Schwere Blutungen als häufigste Komplikation der Colitis ulcerosa treten i. d. R. nach Entwicklung eines toxischen Megakolons oder auch nach der Koloskopie auf.

Risiko für kolorektale Karzinome erhöht

Mit der Colitis ulcerosa ist ein erhöhtes kolorektales Karzinomrisiko verbunden, das abhängig von der Ausdehnung und der Dauer der Erkrankung steigt (1).
Bei linksseitigem oder distalem Befall empfiehlt die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) (1) ab dem 15., bei ausgedehnter Colitis ulcerosa ab dem 8. Erkrankungsjahr eine Koloskopie in ein- bis zweijährlichen Intervallen.

Das Vorliegen einer primär sklerosierenden Cholangitis erhöht dieses Risiko noch mehr, hier sollten die Vorsorgekoloskopien jährlich erfolgen (1, 2).

Literatur

  1. Dignass A, Preiß JC, Aust DE et al. Aktualisierte Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der Colitis ulcerosa 2011 — Ergebnisse einer Evidenzbasierten Konsensuskonferenz. Z Gastroenterol 2011; 49: 1276—1341
  2. Baumgart DC. Diagnostik und Therapie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Dtsch Ärztebl 2009; 106: 123—133