Extraintestinale Manifestationen

Gelenkmanifestationen

Periphere Arthritis bei bis zu 20 % der Patienten:

  • Bei Typ 1 (meist asymmetrischer Befall von ≤ 5 Gelenken) besteht ein Zusammenhang mit der Krankheitsschwere, der Typ 2 (meist symmetrischer Befall von ≥ 5 Gelenken) ist unabhängig von der Entzündungsaktivität der Darmerkrankung.
  • Ankylosierende Spondylitis bei bis zu 10 % der Patienten; unabhängig von der Krankheitsaktivität, zwei Drittel HLA-B27-positiv.

Hautmanifestationen

Hepatobiliäre Manifestationen

  • Fettleber bei bis zu 50 %
  • Gallensteine bei 10–35 %
  • primär sklerosierende Cholangitis (PSC) bei 1–5 %, mögliche Folge: Zirrhose und Leberversagen, Karzinom der Gallenwege bei ca. 10 %der Patienten mit PSC; das Vorliegen einer PSC erhöht das kolorektale Karzinomrisiko.

Augenbeteiligung

Augenbeteiligung

Nephrolithiasis

Bei manchen Patienten kommt es zur Bildung von Kalziumoxalatsteinen.

Seltene Manifestationen

Seltene Manifestationen betreffen Herz und Lunge sowie das Pankreas.

Literatur

  1. Harrisons Gastroenterologie und Hepatologie, 1. Aufl. Zeitz M, Schmidt H H-J, Bojarski C (Hrsg.); ABW Wissenschaftsverlag, 2011
  2. Hoffmann JC, Preiß JC, Autschbach F et al. S3-Leitlinie „Diagnostik und Therapie des Morbus Crohn“ Ergebnisse einer Evidenz-basierten Konsensuskonferenz der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten zusammen mit dem Kompetenznetz Chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Z Gastroenterol 2008; 46: 1094–1146
  3. Baumgart DC, Sandborn WJ. Crohn’s disease. Lancet 2012; 380: 1590–1605
  4. Orchard TR, Wordsworth BP, Jewell DP. Peripheral arthropathies in inflammatory bowel disease: their articular distribution and natural history. Gut 1998; 42: 387–391