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2. Nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis

Axiale Spondyloarthritis:
2. nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis

Literatur zur Epidemiologie

  1. Gander A, Schirmer M. Spondyloarthritis oder Morbus Bechterew: Neue Klassifikation der axialen Spondyloarthritis mit Morbus Bechterew als Endstadium. J Miner Stoffwechs 2011; 18: 77 – 80
  2. Podubbnyy D, Rudwaleit M, Sieper J. Chronischer Rückenschmerz - wann an entzündlich –rheumatische Ursachen denken? Z Allg Med2011; 87: 317 – 323; DOI 103238/zfa 2011.0317 

Nicht-röntgenologische axiale SpA: Veränderungen nur in der MRT zu sehen

Neue Klassifikationskriterien berücksichtigen die nicht-röntgenologische axiale SpA

Für die axiale SpA sind vor einigen Jahren von der „Assessment of SpondyloArthritis International Society (ASAS)“ neue Klassifikationskriterien entwickelt und validiert worden. Diese Kriterien erweitern die New-York-Kriterien von 1984, indem sie auch die Frühformen der axialen Spondyloarthritis berücksichtigen, bei denen im Sakroiliakalgelenk noch keine strukturellen Veränderungen vorliegen und bei denen deshalb noch nicht von „ankylosierender Spondylitis (AS)“ gesprochen werden kann.

Die neu überarbeiteten ASAS-Klassifikationskriterien beziehen den MR-tomographischen Nachweis der Sakroiliitis ein und erlauben so die Klassifikation als nicht-röntgenologische axiale Spondyloarthritis.

Diagnose und Klassifikation der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis

Früher Einsatz von Biologika bei nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis

Die im Mittel um 5 bis 7 Jahre verzögerte Diagnosestellung führte oft zu einem uneinheitlichen Therapie-Management.

Neue Therapiekonzepte zielen darauf ab, röntgenologisch nachweisbare Veränderungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Sie basieren auf dem frühen Einsatz moderner wirksamer Medikamente, einer regelmäßigen Kontrolle des Ansprechens sowie einer raschen Modifikation des Therapieschemas bei ungenügendem Ansprechen.

Beim Versagen konventioneller medikamentöser Strategien stehen heute Biologika zur Verfügung. Diese verhindern die entzündliche Signaltransduktion durch TNF, indem sie direkt die Aktivität des übermäßig produzierten proinflammatorischen Zytokins TNF blockieren. Mit einer früh einsetzenden Therapie mit Biologika lassen sich bei vielen der behandelten Patienten mit nicht-röntgenologischer axialer Spondyloarthritis gute und lang anhaltende Ergebnisse erzielen.

Therapie der nicht-röntgenologischen axialen Spondyloarthritis