Diagnostik der Plaque-Psoriasis

Die Diagnose der Psoriasis ist eine Blickdiagnose. Sie wird meist anhand der typischen Morphologie der Hautveränderungen und der Inspektion der Prädilektionsstellen und der Nägel gestellt. Eine Biopsie mit histologischer Untersuchung ist nur selten (bei fraglicher Diagnose) erforderlich (1, 2).

Zur Diagnosesicherung dient das Auspitz-Phänomen, eine Abfolge dreier Kratzphänomene (3)

Kerzenwachsphänomen

Abgeschabte Plaque-Hautschuppen erscheinen auf dem Holzspatel wie die Wachsreste beim Anspitzen einer Kerze.

Phänomen des letzten Häutchens

Nach dem Abkratzen der Schuppen ist ein silbrigglänzendes Häutchen zu sehen.

Phänomen des blutigen Taus

Beim weiteren Schaben auf diesem Häutchen entstehen punktförmige Blutungen.

Differenzialdiagnosen

Differenzialdiagnostisch auszuschließen sind (1)

  • nummuläres Ekzem
  • Tinea
  • Mycosis fungoides
  • Pityriasis rosea
  • bei Lokalisation in Hautfalten: Intertrigo und Candidose

Literatur

  1. Nast A, Boehncke W-H, Mrowietz U et al. S3-Leitlinie zur Therapie der Psoriasis vulgaris. Update 2011. JDDG 2011; 9 (Suppl 2): S1–104
  2. Yawalkar N, Braathen LR. Psoriasis vulgaris: von der Pathogenese zur Therapie. Schweiz Med Forum 2006; 6: 549–554)
  3. Mrowietz U, Schmid-Ott G. Schuppenflechte. Was Sie schon immer über Psoriasis wissen wollten. 3. Aufl 2011. Karger, Basel, 2011