Klinisches Bild der rheumatoiden Arthritis

Patienten mit rheumatoider Arthritis leiden nicht nur unter Gelenk- und Allgemeinsymptomen, die schon vor den typischen Gelenkschmerzen auftreten können. Darüber hinaus finden sich im Verlauf der rheumatoiden Arthritis extraartikuläre Krankheitsmanifestationen, die weitere Strukturen des Körpers oder Organe betreffen können. Bei nicht adäquater Behandlung der rheumatoiden Arthritis sind schwere Komplikationen zu erwarten. Invalidität und eine reduzierte Lebenserwartung können die Folge sein.

Anamnese

Die Patienten stellen sich im Frühstadium häufig mit gestörtem Allgemeinbefinden, Schmerzen und morgendlicher Steifigkeit vor allem der Finger- und Zehengelenke vor. Die Schmerzen sind in der Regel nicht belastungsabhängig.

Patienten, die folgende Kriterien erfüllen, sollten einem Rheumatologen vorgestellt werden

  • Mehr als 2 betroffene Gelenke seit ≥ 6 Wochen,
  • polyartikuläres symmetrisches Verteilungsmuster und
  • Morgensteifigkeit ≥ 60 Minuten

Symptomatik

Allgemeinsymptome

  • Schwäche
  • Fatigue (Abgeschlagenheit)
  • Generelles Unwohlsein
  • Fieber
  • Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme
  • Depression

Gelenksymptome

Gelenksymptome

  • Schwellung, Rötung, Schmerz und Überwärmung der betroffenen Gelenke
  • ausgeprägte Morgensteifigkeit
  • Gelenkerguss
  • Bewegungseinschränkung
  • symmetrischer Befall der Grund- und Mittelgelenke der Finger (MCPs, PIPs)
  • Zehengrundgelenke können schon vor den Gelenken der Hand betroffen sein

Literatur

  1. Schneider M,Lelgemann M, Abholz H-H. Interdisziplinäre Leitlinie Management der frühen rheumatoiden Arthritis. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage, 2011. Springer, Berlin Heidelberg
  2. DGRh, Kommission für Qualitätssicherung (Hrsg) Qualitätssicherung in der Rheumatologie. Kap. 3 Diagnostische Kriterien , Kap 3.2 Rheumatoide Arthritis. Steinkopff, 2007