Therapie der axialen Spondyloarthritis

Die im Mittel um 5 bis 7 Jahre verzögerte Diagnosestellung führte oft zu einem uneinheitlichen Therapie-Management. Neue Therapiekonzepte zielen darauf ab, röntgenologisch nachweisbare Veränderungen erst gar nicht entstehen zu lassen.

Sie basieren auf dem frühen Einsatz moderner wirksamer Medikamente, einer regelmäßigen Kontrolle des Ansprechens sowie einer raschen Modifikation des Therapieschemas bei ungenügendem Ansprechen.

Beim Versagen konventioneller medikamentöser Strategien stehen Biologika zur Verfügung. Einige davon, die sogenannetn Tumornekrosefaktor (TNF)-Inhibitoren, verhindern die entzündliche Signaltransduktion durch TNF, indem sie direkt die Aktivität des übermäßig produzierten proinflammatorischen Zytokins TNF blockieren. Mit einer früh einsetzenden Therapie mit Biologika lassen sich bei vielen der behandelten Patienten mit axSpA gute und lang anhaltende Ergebnisse erzielen.

Therapiemöglichkeiten1,2

Medikamentöse Behandlung

  • Nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAR = Nichtsteroidale Antirheumatika)
  • Glukokortikoide intraartikulär
  • Schmerzmittel
  • Biologika (TNF-Inhibitoren, IL-17-Inhibitoren)
  • Klassische DMARDs (disease-modifying antirheumatic drugs, Basistherapeutika) bei peripherer Beteiligung

Unterstützende Maßnahmen

  • Krankengymnastik zur Erhaltung der Beweglichkeit
  • Sport und Bewegung
  • Ergotherapie und Rehabilitation zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit
  • Psychologische Unterstützung bei der Krankheitsbewältigung

Literatur

  1. Kiltz U, Braun J, Mau W et al. Langfassung zur S3-Leitlinie: Axiale Spondyloarthritis inklusive Morbus Bechterew und Frühformen 2013. www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/060-003l_S3_Axiale_Spondyloarthritis_Morbus_Bechterew_2013-11.pdf, letzter Zugriff: 09.08.2018
  2. Van der Heijde D et al. 2016 update of the ASAS-EULAR management recommendations for axial spondyloarthritis. Ann Rheum Dis. 2017 Jun;76(6):978-991.