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Pathogenese

 

Übergewicht zählt zu den anerkannten Einflussfaktoren der Acne inversa8 und es konnte nachgewiesen werden, dass das Risiko, an Acne inversa zu erkranken, mit steigendem BMI ansteigt.9 Darüber hinaus korreliert der BMI auch mit der Krankheitsschwere.9 Der Einfluss von Übergewicht auf die Pathogenese der AI lässt sich dabei an drei Ursachen festmachen:10-12

  • Übergewichtige Personen weisen viele und tiefe Hautfalten, vor allem am Rumpf auf. Dadurch erhöht sich der Haut-zu-Haut-Kontakt und die mechanische Reibung.
  • In den Hautfalten herrschen durch ein warm-feuchtes Mikroklima optimale Bedingungen für das Wachstum von Bakterien.
  • Übergewicht verursacht eine leichte, chronische Entzündungsreaktion. Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und dem Anstieg von Entzündungsmediatoren wie TNF.

Neben Übergewicht und genetischen Faktoren zählt das Rauchen zu den vermuteten Hauptrisikofaktoren für AI.13,14 In mehreren Studien zeigte sich, dass unter den AI-Patienten signifikant mehr Raucher waren als in den Kontrollgruppen. Der Raucheranteil beträgt in mehreren Studien zwischen 70 und über 90 %.14-17

Ein denkbarer Auslöser ist das im Zigarettenrauch enthaltene Nikotin. Sein Einfluss auf biochemische und physiologische Abläufe in der Haut und auf Entzündungsschübe ist bekannt.1 Nikotin nimmt in der Krankheitsentwicklung der AI eine Art Katalysator-Rolle ein: Das Nikotin im Achselschweiß beeinflusst über die Stimulation von Botenstoffen die Vermehrung von Hautzellen, insbesondere an der trichterförmigen Einstülpung des Haarfollikel-Drüsen-Apparates und wirkt auf den Bakterienstamm Staphylococcus aureus wachstumsfördernd. Nikotin unterstützt somit die Verhornung des Follikels, akute Entzündungsschübe und behindert die Abheilung.1

Zum klinischen Bild der Acne inversa

Literatur

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  12. Van der Zee HH, Laman, JD, Boer J, Prens EP Hidradenitis suppurativa: viewpoint on clinical phenotyping, pathogenesis and novel treatments. Exp Dermatol. 2012;21:735–739.
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  17. Cesko E, Korber A, Dissemond J. Smoking and obesity are associated factors in acne inversa: results of a retrospective investigation in 100 patients. Eur J Dermatol 19:490-3, 2009.