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Therapie der Acne inversa

Die Therapie der Acne inversa (AI) orientiert sich am Schweregrad und der Belastung des Patienten. Zunächst muss die Wahl für oder gegen eine operative Therapie getroffen werden. Allerdings empfiehlt sich eine kombinierte Therapie auch bei operativer Sanierung des Patienten in vielen Fällen.

Die konservative Therapie der ersten Wahl bei AI ist die Behandlung mit topischen oder systemischen Antibiotika. Bei milden Initialformen wird zunächst eine topische Therapie empfohlen. Bei Voranschreiten der Erkrankung kann eine systemische Therapie mit Antibiotika eingesetzt werden. Biologika können angewendet werden, wenn eine konventionelle systemische Therapie nicht anschlägt.

S1-Leitlinie bündelt die Erfahrung in der Therapie der AI

Zur Versorgung von Patienten mit AI existieren bislang wenige objektive Daten. Die Empfehlungen der aktuellen S1-Leitlinie zur Therapie der Acne inversa berücksichtigen die Ergebnisse klinischer Studien sowie die persönlichen Erfahrungen der Ärzte, aus denen konsentierte Therapiekonzepte entwickelt wurden.1

Die Krankheit überwachen – Therapieziele erreichen

Die rechtzeitige Einleitung passender Therapien soll schwere Krankheitsverläufe und starke Narbenbildung reduzieren. Eine frühestmögliche Diagnose und eine frühe antiinflammatorische Behandlung sind wichtig, um einen möglichen progressiven Verlauf zu verhindern.1

Therapie der Acne inversa

Therapiemöglichkeiten1

 

Medikamentöse Therapie

  • Topische Therapie

    • Resorcin
    • Clindamycin

  • Systemische Therapie

    • Intraläsionale Kortikosteroide
    • Tetracyclin
    • Clindamycin
    • Rifampicin
    • Kortikosteroide
    • Dapson
    • Cyclosporin A
    • Antiandrogene
    • Retinoide
    • Zinkglukonat
    • Intramuskuläre Gamma-Globuline
    • Biologika (TNF-Blocker)

Operative Therapie

  • Exzision der Läsionen
  • Deroofing
  • Laser-unterstützte Therapien

Lebensstiländerungen unterstützen den Therapieerfolg1

Neben der medizinischen Therapie kann die Modifikation des Lebensstils der Patienten auf den Verlauf der Acne inversa Einfluss nehmen. Selbst wenn die genauen pathogenetischen Mechanismen noch nicht vollständig entschlüsselt sind, kann die Änderung des Lebensstils helfen, Krankheitsschübe zu reduzieren oder Symptome der AI zu lindern. Möglicherweise leisten auch modifizierbare Faktoren wie Rauchen und Adipositas einen Beitrag zu Acne inversa. Folgende Lebensstiländerungen können bei Acne inversa in Betracht gezogen werden – selbst wenn bislang wissenschaftliche Belege zur Wirksamkeit noch nicht in ausreichendem Umfang vorliegen:

  • Gewichtsreduktion bei Übergewicht und Adipositas
  • Rauchstopp
  • Stressreduktion und Vermeidung von Erschöpfungszuständen
  • Tragen von lockerer Baumwollkleidung anstelle eng sitzender, synthetischer Stoffe

Literatur

  1. Zouboulis CC et al. J Eur Acad Dermatol Venereol 2015; 29(4):619-44.