Komplikationen

Unkontrollierte Krankheitsverläufe können Ursache schwerer Komplikationen sein, die ein notfallmäßiges chirurgisches Eingreifen erfordern.

  • Das toxische Megakolon kann als Folge einer fulminanten Colitis ulcerosa entstehen. Das Darmlumen erweitert sich stark und es besteht die Gefahr einer Perforation. Dies ist ein Notfall, der sogar eine Kolektomie erfordern kann.
  • Auch ein Darmverschluss, der schwere Verläufe komplizieren kann, muss chirurgisch behandelt werden.
  • Schwere Blutungen als häufigste Komplikation der Colitis ulcerosa treten i. d. R. nach Entwicklung eines toxischen Megakolons oder auch nach der Koloskopie auf.

Risiko für kolorektale Karzinome erhöht

Mit der Colitis ulcerosa ist ein erhöhtes kolorektales Karzinomrisiko verbunden, das abhängig von der Ausdehnung und der Dauer der Erkrankung steigt1.
Bei linksseitigem oder distalem Befall empfiehlt die S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS)1 ab dem 8. Erkrankungsjahr eine Koloskopie in ein- bis vierjährlichen Intervallen.

Das Vorliegen einer primär sklerosierenden Cholangitis erhöht dieses Risiko noch mehr, hier sollten die Vorsorgekoloskopien jährlich erfolgen1,2.

Literatur

  1. Kucharzik T et al, Z Gastroenterol 2018
  2. Baumgart DC. Diagnostik und Therapie von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Dtsch Ärztebl 2009; 106: 123-133.