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Komplikationen

  • Fibröse Stenosen durch entzündungsbedingten bindegewebigen Umbau des Gewebes treten schätzungsweise bei jedem 5. Patienten nach 20 Jahren Krankheitsdauer auf.
  • Fisteln entstehen bei bis zu 40 % der Morbus-Crohn-Patienten im Verlauf. Als Charakteristikum des Morbus Crohn (jedoch nicht bei Colitis ulcerosa) können sie als enteroenterische, enterogenitale oder enterovesikale sowie enterokutane (z. B. perianale) Fisteln auftreten.
  • Abszesse sind bei 10–30 % der Morbus-Crohn-Patienten im Laufe der Zeit im Abdomen oder Becken als Folge der Fistelbildung und häufig periananal und perirektal lokalisiert. Sie können zu Enddarmverengung, Inkontinenz und Beschwerden beim Sitzen oder Gehen führen.

Erhöhtes Risiko für intestinale Karzinome

Das relative Risiko für kolorektale Karzinome kann bei Morbus-Crohn-Patienten um das 2,5fache, bei Dickdarmbefall sogar um das 4,5fache gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöht sein. Morbus-Crohn-Patienten mit isoliertem Ileumbefall haben dagegen kein statistisch signifikant erhöhtes Risiko gegenüber der Allgemeinbevölkerung.

Literatur

  1. Griffiths AM Best Pract Res Clin Gastroenterol. 2004 Jun;18(3):509–23.
  2. Van Limbergen J et al. Gastroenterology. 2008 Oct;135(4):1114–22.
  3. Aktuelle Humira®-Fachinformation.
  4. Aktuelle Remicade®-Fachinformation.
  5. Mackner LM, Crandall WV Inflamm Bowel Dis 2005; 11(11):1006-1012.
  6. Gomollón F et al. J Crohns Colitis. 2017 Jan;11(1):3-25.
  7. Baumgart DC Dtsch Ärztebl Int 2009;106(8):123-133.