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Klinisches Bild des Morbus Crohn

Morbus Crohn kann sich je nach Lokalisation und Schweregrad sehr unterschiedlich präsentieren. Symptome, Komplikationen und extraintestinale Manifestationen sind von Fall zu Fall unterschiedlich ausgeprägt. Bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn wird oft ein aggressiverer Krankheitsverlauf beobachtet als bei erwachsenen Betroffenen.

Charakteristika

Der gesamte Gastrointestinaltrakt vom Mund bis zum After kann betroffen sein. Typisch ist die im Gegensatz zur Colitis ulcerosa diskontinuierliche Ausbreitung, bei der sich entzündete Bereiche mit gesunden Darmabschnitten abwechseln.

Morbus Crohn kann sich in der Endoskopie aufgrund des abwechselnden Auftretens geschwüriger Veränderungen und geröteter, aber histologisch normaler Mukosa in einem kopfsteinpflasterartigen Muster darstellen.

Histopathologisch typisch sind eine diskontinuierliche Entzündung mit gestörter Architektur der Krypten und Villi sowie Granulome, die in allen Schichten der Darmwand auftreten können.

Befallsmuster

Die Entzündung betrifft alle Schichten der Darmwand

Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa handelt es sich bei Morbus Crohn um eine sogenannte transmurale Erkrankung, d. h. es können alle Schichten des Darms (Mukosa, Submukosa, Muskularis und Serosa) von der Entzündungsreaktion betroffen sein.

Daraus ergeben sich mögliche Folgen, wie etwa:

  • Verdickung der Darmwand
  • Stenosierung des Lumens
  • Fisteln
  • Ileus

Literatur

  1. Van Limbergen J et al. Gastroenterology. 2008 Oct;135(4):1114–22.
  2. Day AS et al. Aliment Pharmacol Ther. 2008(27):293–307.