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Pädiatrischer Morbus Crohn

Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung (CED), die meist in Schüben auftritt. Bei bis zu einem Viertel der Betroffenen zeigt sich die Erkrankung bereits im Kindes- oder Jugendalter.1 Die Entzündung tritt meist am Übergang vom Dünndarm zum Dickdarm auf. Sie kann jedoch auch den gesamten Verdauungstrakt vom Mund bis zum After betreffen.2 Häufigste Symptome sind chronische Bauchschmerzen, Durchfälle und Gewichtsverlust.1,2,3 Bei Kindern und Jugendlichen kann es darüber hinaus zu Wachstumsstörungen und einer verzögerten Pubertät kommen.4,5 All diese Faktoren können die Lebensqualität stark beeinträchtigen und bis hin zu Depressionen führen.6 

Wie die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen oder Psoriasis wird Morbus Crohn zur Gruppe der sogenannten immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen gezählt. Eine Gemeinsamkeit all dieser Erkrankungen ist die zentrale Rolle, die das proentzündliche Zytokin Tumornekrosefaktor (TNF) bei der Entstehung und Aufrechterhaltung des entzündlichen Geschehens spielt.

Epidemiologie

In den westlichen Industrieländern hat die Inzidenz des pädiatrischen Morbus Crohn in den letzten Jahren zugenommen5 und liegt derzeit in Mitteleuropa bei jährlich 2,1 bis 2,5 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner.7,8,9 Meist tritt die Erkrankung nach dem 10. Lebensjahr auf; allerdings sind 20 bis 30 Prozent der Patienten bei Diagnose jünger als zehn und vier bis zehn Prozent sogar jünger als fünf Jahre.10 Während bei Erwachsenen beide Geschlechter gleich häufig an Morbus Crohn erkranken, sind bei Kindern unter 15 Jahren Jungen häufiger betroffen (Ratio: 1,5:1).10

Leitlinien

Nationale und internationale Leitlinien geben umfassende evidenzbasierte und Experten-Empfehlungen zu Diagnostik, Klassifikation und Therapie.

Für den Fachbereich Gastroenterologie haben wir hier für Sie die entsprechenden Leitlinien und Empfehlungen für eine optimale Diagnostik und Therapie für Pädiatrischer Morbus Crohn zusammengestellt.

Zu den Leitlinien

Literatur

  1. Griffiths AM Best Pract Res Clin Gastroenterol. 2004 Jun;18(3):509–23.
  2. Baumgart DC, Sandborn WJ Lancet. 2012 Nov 3;380(9853):1590–605.
  3. Preiß JC et al. Z Gastroenterol 2014; 52:1431-1484.
  4. Walters TD, Griffiths AM Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2009;6:513‒23.
  5. Markowitz J et al. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 1993;16:373‒80.
  6. Greenley RN et al. J Pediatr Psychol. 2010;35:857‒69.
  7. Auvin S et al. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2005 Jul;41(1):49–55.
  8. Ott C et al. Eur J Gastroenterol Hepatol. 2008 Sep;20(9):917–23.
  9. Van der Zaag-Loonen HJ et al. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2004 Mar;38(3):302–307.
  10. Buderus S. Monatsschr Kinderheilkd. 2010;158:745–751.