Therapie der Uveitis

Eine Uveitis kann das Sehvermögen erheblich beeinträchtigen. Je länger eine Uveitis unbehandelt bleibt, desto höher ist das Risiko für bleibende Schäden am Auge und einen vollständigen Verlust des Sehvermögens. Zudem müssen bei der Therapie mögliche Funktionseinschränkung bei assoziierten Systemerkrankungen berücksichtigt werden.

Die Behandlung der nicht infektiösen Uveitis hängt von der klinischen Ausprägung ab (akut, rezidivierend oder chronisch):

  • Bei einer nicht infektiösen akuten Uveitis ist ein aggressiver und fokussierter Ansatz angezeigt, um die Entzündung schnell in den Griff zu bekommen.
  • Bei einer rezidivierenden und chronischen nicht infektiösen Uveitis ist ein langfristiger Ansatz angebracht, um die Sekundärauswirkungen zu minimieren.

  • Für eine nicht infektiöse Uveitis stehen neben Kortikosteroiden auch Immunsuppressiva, wie klassische DMARDs (Disease‐Modifying Anti‐Rheumatic Drugs, krankheitsmodifizierende Wirkstoffe), oder Biologika zur Verfügung, die Synergien bei bekannter systemischer Assoziation bieten. Treten visusmindernde Komplikationen wie Katarakt oder Glaukom auf, kann eine operative Intervention indiziert sein.1–4

    Ärzte: Mehr zu Therapiemöglichkeiten der nicht infektiösen intermediären, posterioren und Panuveitis bei Erwachsenen oder pädiatrischen Uveitis anterior

    Patienten: Mehr zu Therapiemöglichkeiten der nicht infektiösen intermediären, posterioren und Panuveitis bei Erwachsenen oder pädiatrischen Uveitis anterior

Literatur

  1. Leitlinie Nr. 14 Uveitis anterior BVA und DOG, Stand 10/2010
  2. Leitlinie Nr. 24a Uveitis intermedia BVA und DOG, Stand 07/2014
  3. Leitlinie Nr. 24b nicht infektiöse Uveitis posterior BVA und DOG, Stand 08/2017
  4. S2k-Leitlinie 045-012: Diagnostik und antientzündliche Therapie der Uveitis bei JIA, Stand 01/2018